Broschüre drucken

Die Historie des Begriffs Broschüre

Geschichtlich angesehen leitet sich die Bezeichnung Broschüre aus dem Französischen “brochure” ab. Dieser steht für Schriftwerk, die mit keinem festen Buchumschlag bestückt sind. Man bezeichnete mit diesem Begriff deshalbbereits im 18. Jahrhundert Unterlagen von aktuellem Interesse, deren Umfang es in keinster Weise rechtfertigte, in fester Buchform gefertigt zu werden.
Auch heute transportieren Broschüren Angaben von begrenzter Gültigkeit und werden immer öfter in kleinen Stückzahlen produziert, um ihre Aktualität zu sichern. Aus Gründen der Kostensenkung werden kleine Auflagen von Broschüren von daher nicht im Offsetdruck sondern häufig im Digitaldruck produziert, um sie zeitnah mit speziellen Aussagen an ausgewählte Zielgruppen aushändigen zu können. Die digitale Drucktechnik ermöglicht es, daß Broschüren sogar individualisiert werden und ihr Thema genau auf die Bedürfnisse des jeweiligen Interessenten, Verbrauchers oder des Bestandskunden angepasst sind. Von Broschüren redet man bei einem Umfang von 8 Seiten bisungefähr 48 Seiten, danach benutzt man eher die Bezeichnung “Katalog”.

Je nach Thema, Nutzen und Art ihrer Austeilung unterscheiden sich Broschüren in dem Umfang ihrer Seiten und zusätzlich in ihrem Format: Gängig sind hier

     

  1. A4 quer
  2. LDIN quer
  3. A5 hoch
  4. A6 quer
  5. LDIN hoch
  6. A4 hoch
  7. A5 quer
  8. A6 hoch


Häufig wird für den Umschlag der Broschüre – vereinzelt auch mit einem Klapper als Sechs Seiten Einband – eine dickere Papiergewicht als für den Inhalt benutzt. Die gängigen Papiergewichte sind

     

  1. 300 g/qm
  2. 250 g/qm
  3. 120 g/qm
  4. 135 g/qm
  5. 100 g/qm
  6. 350 g/qm
  7. 80 g/qm
  8. 90 g/qm
  9. 170 g/qm
  10. 200 g/qm
  11. 150 g/qm


Sowohl Bilderdruck matt als außerdem glänzend wird verwendet, als gleichfalls Offsetpapier oder ungestrichenes Naturpapier, das neben den gestrichenen Materialien eine andere Haptik und natürliche Optik aufweist. Broschüren werden nur gelegentlich schwarz weiß gedruckt und oft im 4 Farbdruck oder CMYK Modus. Sonderfarben beziehungsweise Schmuckfarben etwa Pantone und HKS werden besonders für die Darstellung von Firmenlogos verwendet. Drucklack und Dispersionslack beschützen die Broschüren vor nicht gewolltem Ablegeverhalten während und nach der Produktion, während an vereinzelten Stellen eingesetzter Lack zu deren Veredelung dient. Vereinzelt kommt sogar ein spezieller Duftlack zum Auftrag, wobei der im Regelfall auf Karten und Klappkarten gewählt wird.

Ein aktueller Trend und eine sinnvolle und löbliche Entwicklung ist es, Broschüren klimafreundlich zu produzieren, das heißt, daß die Menge an CO2, welche bei ihrer Fabrikation freigesetzt wird, durch den Aufkauf eines Klimaschutzzertifikates kompensiert wird. Voraussetzung dafür ist, daß es für die jeweilige Druckerei einen Berechnungs Schlüssel gibt, der die genaue Berechnung der jeweils anfallenden Emissionen ermöglicht. Zweckmäßig zertifizierte Dienstleister können unter den Schlagwörtern cO2 neutraler Druck, klimafreundliche Druckproduktion, klimafreundliche Herstellung oder Kohlenstoffdioxid neutraler Druck oder CO2 Reduktion gefunden werden.

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